Die Reihe

"Die Vernunft ist die Wurzel des Rechts."

Lü Bu We (in Frühling und Herbst des Lü Bu We)

Welcher Unterschied zwischen Mensch und nichtmenschlichem Tier veranlasst uns dazu, ersterem Rechte zuzugestehen und letzterem nicht?

Welcherart könnten Rechte für nichtmenschliche Tiere sein?

Welche Rolle spielen Schmerz- und Leidensfähigkeit, Bewusstsein und Verhalten in diesem Zusammenhang?

Welches wären die praktischen Konsequenzen der verschiedenen Ansätze zum Tierrecht?

Welches Verhältnis besteht zwischen Religion und nichtmenschlichem Tier?

Welche soziale Dimension besitzt die moderne Tierrechtsbewegung?

Diese und verwandte Fragen werden unter dem Überbegriff der Tierrechte in der aktuellen Forschung kontrovers diskutiert. Besonders an diesem Forschungsgebiet ist seine fächerübergreifende Relevanz. So bedarf es zur gründlichen und umfassenden Untersuchung der Thematik sowohl der Geisteswissenschaften wie der Philosophie, Theologie, Rechts- oder Sozialwissenschaft als auch der Naturwissenschaften wie der Ethologie oder Zoologie. Auch die Politik, die Tierschutz- und die Tierrechtsbewegung sind maßgeblich am fachlichen Diskurs beteiligt. Diesem interdisziplinären Anspruch der Thematik wurde durch ein fachlich möglichst breit gefächertes Spektrum an Dozenten versucht Rechnung zu tragen.

Allgemein verständlich und zugleich auf fachlich hohem Niveau sollten der interessierten Öffentlichkeit Einblicke in die Thematik Tierrechte verschafft und gegenwärtige Probleme und Lösungsansätze erörtert werden. Kritische Nachfrage der Zuhörerschaft und offene Diskussion waren ausdrücklich erwünscht.

Heidelberger Gelehrte und Studierende sollten zu verstärkter interdisziplinärer Zusammenarbeit und generell zu intensiverer Auseinandersetzung mit dem Thema Tierrechte angeregt werden. Außerdem hatten Studierende aller Fachrichtungen die Möglichkeit, Einblicke in das geisteswissenschaftliche Arbeiten auf internationaler Ebene zu erhalten.

Die Vorlesungsreihe wurde organisiert von der Interdisziplinären Arbeitsgemeinschaft Tierethik, einer für Angehörige aller Fachbereiche offenen Initiative von Studierenden der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, die sich der Forschungsförderung auf dem Gebiet der Tierethik verschrieben hat.

Für die tiefergehende Beschäftigung mit dem Thema Tierrechte sei verwiesen auf unsere Linkseite und die Bibliographie zum Eintrag "The Moral Status of Animals" in der Stanford Encyclopedia of Philosophy von Prof. Dr. Lori Gruen.

Wir danken für die freundliche finanzielle Unterstützung unserer Förderer!

Weitergehende Fragen werden gerne beantwortet. Nutzen Sie hierzu bitte folgende E-Mailadresse:
post@ag-tierethik.de